Die Beschäftigung mit der Geschichte unserer Vorfahren und der Geschichte der Raumschaft, in der sie lebten und wir leben, ist eine faszinierende Tätigkeit. Das hat mit Rückwärtsgewandtheit oder sentimentaler Nostalgie nichts zu tun. Im Gegenteil: Getreu dem alemannischen Sprichwort "wer wachsen will, braucht Wurzeln" kann man aus den Erfahrungen der Vergangenheit wichtige Impulse für die Bewältigung der Gegenwart und die Gestaltung unserer Zukunft gewinnen. So verstehe ich auch meinen Beruf, den ich - weit über die normalen Bürostunden hinaus - mit Leidenschaft ausübe: Den Mitbürgern/Innen die historische Bedingtheit unserer Existenz zu vermitteln, sie über unser Herkommen zu informieren, kurz: historische Bildungsarbeit zu betreiben.

Dies geschieht über Vorträge, Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften, über Ortsgeschichten (z.B. Sandweier, Haueneberstein, Iffezheim) oder Biografien berühmter Zeitgenossen (Leo Wohleb, Friedrich Hecker) und durch Ausstellungen (Fotoausstellung über das Rumänien der Jahre 1924-1944, über den Ministerpräsidenten Gebhard Müller, den SPD-Politiker Carlo Schmid) und viele andere.

Das Staatsarchiv Freiburg, meine Arbeitstätte

Neueste Publikationen:


Kommende Vorträge:

  • 13. November 2015, Durmersheim Tag der Heimatgeschiche: Nach Westen!
    Die Auswanderung im 19. Jahrhundert aus Baden in die USA.
  • 17. März 2016, Berlin Landesvertretung Baden-Württemberg:
    "Wo die Revolution ist ...." Ludwik Mieroslawski und Max Dortu.
    Zwei "Fremde" in der badischen Revolutionsarmee
  • 16. April 2016, Offenburg, Gesellschaft für Psychohistorie:
    Friedrich Hecker. Demokrat in zwei Welten

Mein beruflicher Werdegang

1973-1975 Zweijähriger Wehrdienst, Leutnant der Reserve
1975-1980 Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, der Soziologie und der Philosophie an der Universität Karlsruhe, Abschluss Magister
1980-1981 Forschungsaufenthalt (als Stipendiat des französischen Innenministeriums) an der Universität Toulouse-le Mirail (Frankreich)
1981-1983 Mitarbeit an Projekten zur Humanisierung der Arbeitswelt am Institut für Soziologie der Universität Karlsruhe (wissenschaftliche Begleitung der Einführung neuer Arbeitsformen - Gruppenarbeit - bei den Firmen Continental und Stihl (Motorsägen), daneben Arbeiten an der Dissertation
1983 Abschluss der Dissertation: Zwischen Frieden und Krieg. Das Elsass in den Jahren 1938-1940. Ein Beitrag zu den Problemen einer Grenzregion in Krisenzeiten (im Druck erschienen 1984), danach Gelegenheitsarbeiten, u.a. Mitarbeit bei einer Forschungsdatenbank, Erledigung historischer Auftragsarbeiten.
1984-1986 Ausbildung (Referendariat) zum Archivar (Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Archivschule Marburg).
1986 Übernahme in den Landesdienst, seither Archivar auf verschiedenen Dienstposten im Landesarchiv Baden-Württemberg (Karlsruhe und Stuttgart), seit 2000 Leiter des Staatsarchivs Freiburg (seit 2005 Abteilung 3 des Landesarchivs Baden-Württemberg).


  • Mitglied der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg
  • Mitglied im Vorstand des Instituts für Sportgeschichte Baden-Württemberg
  • Jurymitglied der Körber-Stiftung Hamburg für den Wettbewerb "Schüler schreiben Geschichte" des Bundespräsidenten
  • Mitglied der Historischen Kommission der SPD Baden-Württemberg
  • Initiator der Gedenktafeln für die Außenlager des KZ Natzweiler/Strutthof in Iffezheim und Sandweier